4.  Die 2. DDR-Antarktisexpedition

Die zweite Antarktisexpedition von 1988 bis 1990 widmete sich insbesondere der Ozon-Forschung. Während der Planungsphase wurden erste Erkenntnisse zu einer jahreszeitlich schwankenden Ozonkonzentration über der Antarktis bekannt, so daß diesen Messungen höchste aktuelle Bedeutung zukam. Entdeckt wurde das "Ozon-Loch" durch britische Forscher, die ab 1984 erkannt hatten, daß die sowieso im Frühjahr eintretende Abschwächung des Ozon-Gehalts der Luft immer dramatischere Ausmaße annahm und im nachfolgendem Herbst und Winter nicht mehr ausgeglichen wurde. Auf der Georg-Forster-Station wurde als erster Antarktisstation überhaupt begonnen, dieses Phänomen mittels regelmäßiger Ballonsondenaufstiege zu untersuchen und die Daten weltweit zur Verfügung zu stellen. Eine Zusammenfassung der gewonnenen Daten finden Sie hier.

Brief der 2. Expedition

Der Nebenstempel zeigt eine solche Messsonde am Ballon.
Der Zudruck des Briefes mit Skua-Möwen verweist auf die Teilnahme von
DDR-Wissenschaftlern am biologischen Forschungsprogramm auf der sowjetischen
Station "Bellinghausen" auf der King-Georg-Insel, südlich von Chile.