1. Die Geschichte der Antarktisforschung der DDR bis 1986
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Bis zum Aufbau
eines eigenen Forschungslabors beteiligten sich Wissenschaftler aus der
DDR ausschließlich an Forschungsprogrammen und -vorhaben der Sowjetunion.
Erstmals erfolgte eine Teilnahme an der 5. Sowjetischen Antarktisexpedition
von 1959 bis 1961. Die Wissenschaftler Dr.Günter Skeib, Joachim Kolbig
und Christian Popp weilten auf der Station Mirny, um meteorologische Beobachtungen
vorzunehmen. Christian Popp kam, gemeinsam mit sieben sowjetischen Wissenschaftlern,
während eines Brandes der Station am 3.8.1960 ums Leben. In allen
Folgejahren bis 1986 waren Wissenschaftler verschiedener Forschungsdisziplinen
zu mehr oder weniger langen Aufenthalten in der Antarktis, jedoch immer
nur auf sowjetischen Forschungsstationen. Von 1959 bis 1964 waren DDR-Gastwissenschaftler
vollständig in sowjetische Forschungsvorhaben eingebunden. Danach
konnten auch von Instituten der Akademie der Wissenschaften der DDR eigene
Themen bearbeitet werden.
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Post der Antarktisexpeditionen 1959 - 1986
| Die von DDR-Wissenschaftlern aufgelieferte Post wurde per Schiff mit der Ablösemannschaft in die Sowjetunion gebracht und dort in das Weltpostnetz eingeschleust.Nach Fertigstellung der Landebahn bei Mirny trat die Beförderung per Flugzeug immer mehr in den Vordergrund, wobei der Ausgangspunkt für die letzte Etappe zur Antarktis Maputo/Mocambique war, im Vergleich zu Punta Arenas/Chile oder Christchurch/Neuseeland sehr weit entfernt vom Ziel. |
| Die sowjetischen Antarktisstationen benutzten eigene Poststempel, später mit Angabe der geografischen Position und grafischen Elementen. Hinweisstempel, sog. Cachets, traten später hinzu, um auf spezielle Forschungsvorhaben hinzuweisen. Die Gastwissenschaftler aus der DDR brachten z.T. ihre eigenen Nebenstempel mit. Das alles wurde ergänzt durch eine ganze Reihe von Postsonderstempeln, die meistens bei den Postämtern Potsdam und Erfurt abgegeben wurden. |
| Postkartenganzsache von der sowjetischen Station "Novolazarevskaya" mit Nebenstempel der DDR-Forschergruppe 1977-79 (zum Vergößern bitte Anklicken) |